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Wir stellen vor...
Von 1973 bis 1978 wurde der Otto-Klung-Preis für hervorragende wissenschaftliche Leistungen von Doktoranden und Habilitanden an der Freien Universität Berlin, Fachbereiche Chemie und Physik, verliehen. Die Preisträger waren: Klaus-Peter Dinse (Physik 1973), Wolf-Dietrich Hunnius und Rolf Minkwitz (Chemie 1974), Michael Grunze (Chemie 1975), Günther Kerker (Physik 1976), Wolfgang Lubitz (Chemie 1977), Andreas Gaupp (Physik 1978). - Alle bisherigen Otto-Klung-Preisträger haben eine bemerkenswerte berufliche Entwicklung vollzogen und sind heute in wichtigen wissenschaftlichen Positionen anzutreffen. Viele haben weitere bedeutende Wissenschaftspreise erhalten. Bisher wurden fünf Otto-Klung-Preisträger später mit dem Nobelpreis ausgezeichnet: Gerd K. Binnig (Otto-Klung-Preis Physik 1983) entwickelte im Jahre 1982 zusammen mit H. Rohrer das Rastertunnelmikroskop, mit dessen Hilfe Strukturen und Prozesse auf atomarer Skala sichtbar gemacht werden. Da das Instrument auch als Werkzeug bei kleinsten Dimensionen eingesetzt wird, erlangte es bald eine Schlüsselfunktion in Nanowissenschaft und Nanotechnologie. Er erhielt 1986 den Nobelpreis für Physik. Horst L. Störmer (Otto-Klung-Preis Physik 1985) entdeckte im Jahre 1982 zusammen mit D. C. Tsui und A. C. Gossard den fraktionierten Quanten-Hall-Effekt. Dieses für die Grundlagenphysik und die Halbleitertechnologie gleichermaßen wichtige Phänomen lieferte neuartige Erkenntnisse über den quantenhaften Charakter der Elektronenbewegung in quasi-zweidimensionalen Systemen in Anwesenheit starker Magnetfelder. Dafür erhielt er im Jahre 1998 den Nobelpreis für Physik. Hartmut Michel (Otto-Klung-Preis Chemie 1986) gelang die Kristallisation und Struktur- bestimmung des photosynthetischen Reaktionszentrumsder Purpurbakterie, einem biologischen Riesenmolekül. Das ermöglicht die Umwandlung der Sonnenenergie in chemische Energie und ist damit einer der wichtigsten biochemischen Prozesse. Hartmut Michel erhielt 1988 den Nobelpreis für Chemie. Johann Georg Bednorz (Otto-Klung-Preis Physik1987) entdeckte im Jahre 1986 zusammen mit K. A. Müller eine neue Klasse von Supraleitern auf der Basis ternärer Kupferoxide mit bis dahin unerreicht hohen Sprungtemperaturen. Durch chemische Modifizierung wurden schon bald Sprungtemperaturen oberhalb von minus 196 Grad Celsius erreicht. Johann Georg Bednorz und K. A. Müller erhielten für diese Entdeckung 1987 den Nobelpreis für Physik. Theodor W. Hänsch (Otto-Klung-Preis Physik 1979) entwickelte seit mehr als 30 Jahren Laser-basierte Präzisionsspektroskopien und gilt als einer der führenden Pioniere auf dem Gebiet der Quantenoptik. Im Jahre 1997 entdeckte er eine neue Methode zur Vermessung der Frequenz von Lichtwellen mit einer Genauigkeit von 1:1 000 000 000 000 000 (10-15). Dieses als „optischer Frequenzkamm“ bezeichnete Gerät revolutioniert die Zeitmessung und wird u. a. die Genauigkeit der Satellitennavigation erheblich verbessern. Für diese Beiträge erhielt er im Jahre 2005 den Nobelpreis für Physik. |
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